Opfern ?

Das Opfer - Gestern und in der Billig - Will ich -Gesellschaft „ Der Trank aus berauschenden Pilzen, Wurzeln und Früchten hatten die Sinne des jungen Mannes benebelt, so das die Bilder in der Höhle im Schein der Talgleuchten zu Leben begannen. Er war bereit auf die andere Seite zu gehen. Das Dröhnen der Trommeln und die monotonen Gesänge seines Stammes taten ihr übriges. Seine Augen verdrehten sich als die Extase über ihn kam. Ihn hatte das Los getroffen für seinen Stamm vor die Götter zu treten und um Hilfe zu flehen.

Dieses Jahr waren die Herden der Wisente nicht gekommen und alle Beschwörungen und Opfer des Schamanen hatte nichts geholfen, die Göttin antwortet nicht. Aus diesem Grund hatte der Schamane und der Rat der Alten beschlossen einen Boten zu senden und dieser Bote war er! Sein Tod, sein Opfer sollte den Stamm retten. Jetzt sah er sie, die Grosse Mutter, die tanzenden Wisente und er spürte nicht den Schlag, der seine Schneidezähne aus seinem Kiefer brach, er sah nur sie und die tanzenden Wisente und dann als der entscheidenden Schlag seinen Schädel zertrümmerte entglitt er in die Tiefen der anderen Welt, er der Bote seines Stammes hatte die tanzenden Wisente gesehen ...............!“ So oder ähnlich kann es gewesen sein.

Steinzeitliche Opferfunde weisen verschiedenste Verletzungen auf und vielfach fehlen den Opfern die Schneidezähne. Das Menschenopfer zieht sich durch die Geschichte und man findet sie in allen Kulturen auf der ganzen Welt. Egal ob in der Steinzeit, bei Kelten und Germanen, Römern überall sind sie belegt. Natürlich wirkt es für uns heute befremdlich einen Menschen zu töten um ihn als Boten zu den Göttinen und Göttern zu schicken oder als Opfergabe für eine Sieg, so wie es die Cherusker unter Arminius (Hermann ) nach der Schlacht gegen die Römer taten, wo sie die Pferde und besiegten Römer rituell töteten und ihre Leichen in die Bäume hängten. Doch wie befremdlich es uns heute auch vorkommt, so sind wir immer noch bereit Menschenopfer hinzunehmen um sie den neuen Dämonen, die sich als Götter aufspielen zu opfern. Individuelle Mobilität fordert jedes Jahr Menschenopfer, der sogenannte Fortschritt fordert seine Opfer und wir überlassen sie ihm. Hier geht es nicht um platte Zivilisationskritik, sondern darum, das wir Dinge als gegeben hinnehmen ohne zu hinter fragenob es nicht auch anders ginge! Das Opfer, also der Verzicht auf etwas, das freiwillige ab- oder aufgeben, ist also eine der Grundsubstanzen eines erfolgreichen Rituals. Wir opfern heute keine lebenden Wesen, weder Tiere geschweige denn Menschen, doch wir sollten uns überlegen ob wir nicht ein Opfer bringen, wo uns der Verlust auch wirklich etwas bedeutet. Wir müssen auf etwas verzichten um etwas anderes zu gewinnen. In der heutigen Zeit ist ein Tausch- oder Energieobjekt Geld. Doch nicht nur heute. Wir wissen von Kelten und Germanen, aber auch anderen Stämmen, das diese vielfach auf ihr Beutegut verzichteten, Gold und Waffen in Seen und Flüssen versenkten. Für einige ist der Kauf von Räucherwerk und Kerzen etc. schon eingewaltiges Opfer, für andere eine Kleinigkeit, die nicht weiterbelastet.

Hier möge der- oder diejenige überlegen, was er oder sie in dem Ritual sonst noch opfern möchte, sei es ein Schmuckstück, etwas individuell gefertigtes z.B. eine Skulptur an der man/frau lange gearbeitet hat um sie herzustellen oder ein Sandmandala oder er legt in die Opferschale einen Scheck für eine Umweltorganisation! Natürlich gilt dies nur für die grossen Rituale, wo mensch etwas Entscheidendes bewirken will. In den alltäglichen kleinen Ritualen genügt ein Apfel, eine Kerze, etwas Weihrauch und Wein. Wir müssen das Opfer annehmen, so das es die Göttinen und Götter auch annehmen können. Das Opfer schafft Platz für das neue was wir mit dem Ritual erreichen wollen. Ich denke ein Ritual, das mit „billig will ich“ Mentalität durchgeführt wird, ein solches Ritual ist von vorn herein zum Scheitern verurteilt und wird sich eher ins Gegenteil verkehren ! Meine Bitte also an alle die sich mit Magie und Heidentum befassen und es leben wollen. Bedenkt immer eines, wenn ihr euch etwas magisches zu legt, egal ob Werkzeug oder Zubehör, es muss es euch wert sein! Hört auf eure innere Stimme die wird euch leiten! Wenn etwas anspricht und ihr habt es gefunden und sagt euch, das ist es, dann kauft es ohne zu feilschen, denn es wurde euch in diesem Augenblick präsentiert. Der Preis ist das Opfer, das ihr bringen müsst! Wenn ihr jetzt sagt, och ich schau mal ob es das nicht irgendwo noch billiger gibt, dann habt ihr es verloren, wenn ihr euch es dann billiger woanders kauft. Denkt immer daran, das ihr euch auf einem spirituellen Weg befindet und auf diesem Weg bekommt ihr alles präsentiert, zum richtigen Zeitpunkt und zum richtigen Preis! Nehmt es an oder ihr verlasst eure Queste!

                                                                                                   

                                      

 

                                                                                

 

 

 

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