Die Gebetsfeder       

                                                                      


Der Adler wird als Bote vom Grossen Geist respektiert und verehrt. Eine indianische Legende besagt, dass er unsere Gebete überbringt. Er ist  bei seinen Besuchen beim grossen Geist zu nahe an die Sonne gekommen. Dabei  hat er sich die Spitzen seiner Federn verbrannt. Deshalb sind die Enden der Federn dieses Vogels dunkel bis zum Alter von 3 Jahren.

Federn zu besitzen, ist ein Zeichen von Stärke, Mut und Ehre. Wir können die Feder binden, verzieren, bemalen, sie zu Fächern verarbeiten oder als Redestab verwenden: wer die Feder in der Hand hat, hat das Wort - und niemand darf unterbrechen! Diese Feder nennen wir "Talking Feather" - Redefeder.

Die Feder symbolisiert die Verbindung zum Geist und Freiheit, klares Verstehen. Am Morgen, wenn die Welt erwacht, ist der Adler der Erste, der aufsteigt. Er kennt das Wirken von Dunkel und Hell, denn auch die Federn sind sowohl dunkel als auch hell. Dies steht für die Fähigkeit, beide Seiten des Menschen zu verstehen. Die Feder hilft uns, unsere dunkle Seite nicht zu verleugnen und uns bewusst der hellen Seite zuzuwenden, also zu tun, was richtig ist.

Federn verbinden uns mit dem Himmel, so wie sich der Adler beim Morgengrauen aufschwingt. Der Adler kann aber auch ins Wasser eintauchen. Damit will er uns sagen, dass man manchmal tief unter der Oberfläche suchen muss, um Wahrheit zu finden.

Vögel verlieren Feder (oder besser gesagt, sie stossen sie ab) wenn diese sie nicht mehr tragen. Jede Beschädigung einer Feder erzählt eine Geschichte über ein Erlebnis des Tieres. Das Abstossen der Federn ist ein Symbol für das Loslassen von Gedanken, Beziehungen und Überzeugungen die uns nicht mehr tragen.

Indianer und Menschen mit ähnlichen Werten begrüssen den Morgen, das Entstehen eines neuen Tages. Sie wissen, dass der Adler bereits aufgestiegen ist. Bei ihrem Morgengebet halten sie daher eine Feder in der Hand. Ein Tag, der mit einem Morgengebet begonnen wird, ist anders als die anderen Tage, an denen wir hastig aus dem Haus laufen. Versuche es einfach einmal.

Auch am Traumfänger, Mandala und Medizinrad hängen Federn. Sie hängen meistens unten am Kreis. Der Kreis steht für die Ganzheit des Seins, Harmonie und Freude. Diese Kräfte und noch viele mehr werden durch den Kreis dargestellt. Damit diese Eigenschaften zu uns kommen, leiten wir sie über die Federn zu uns herunter, hier auf die Erde.

Die Räucherfeder wird beim Ritual des Räuchern verwendet. Beim Anzünden von Rauch (

Salbei und Schwarzzeder

 

bei den Indianern) verschwindet Negatives. Gute Spirits (bei uns Engel genannt), fühlen sich durch Rauch eingeladen und helfen uns. Schlechte Spirits und Gedankenformen wie Neid, Wut, Hass, Ärger verschwinden bei diesem Ritual. Wir können Räume räuchern, damit abgelagerte, negative Gedanken verschwinden. Nachher unbedingt ein Fenster öffnen! Wir können aber auch uns selbst mit Rauch reinigen. Dazu verwenden wir unsere Feder. Mit ihr können wir den Rauch zu uns hinführen.

Mögen die Schwingen Deines Glücks nie eine Feder verlieren!                         

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